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Douglas Allsop, London
Christoph Dahlhausen, Bonn

Eröffnung: Mittwoch, 11. Juni 2008, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 12. Juni - 2. August 2008
Begrüßung: Dagmar Weste
Einführung: Dr. Gabriele Uelsberg



Die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung Bonn (gkg) wird von 06. Juni bis 2. August 2008 im Rahmen Ihres Jubiläumsjahres die Ausstellung „reflection on both sides“ als Gemeinschafts- bzw. Kooperationsausstellung der international bekannten Künstler Douglas Allsop (London, GB) und Christoph Dahlhausen (Bonn, D) zeigen.

Beide Künstler sind weit über den Wirkungskreis Ihrer Heimatregion bekannt.

Anlässlich der Ausstellung von Douglas Allsop in Bergisch Gladbach haben Dahlhausen und Allsop im Februar gemeinsam ein Konzept für die jetzt in der gkg folgende Ausstellung erarbeitet, eine Reflexion der Arbeit des einen in der des anderen.

Die beiden aus unterschiedlichen Generationen stammenden Künstler werden nun erstmals eine Kooperation erarbeiten, in der sie einerseits neue für ihr Werk spezifische Arbeiten präsentieren, aber insbesondere für den zweiten (kleineren) Ausstellungsraum der gkg eine Gemeinschaftsarbeit in situ entwickeln. In dieser Installation werden Allsop und Dahlhausen den Ausstellungsraum mittels hochglänzender Bänder und Spiegelflächen unterteilen und rhythmisieren und so die Wahrnehmung des Raumes verändern, dass Bild/Werk- und Raumwahrnehmung, Innen und Außen, Durchsicht und Reflex zu einer Einheit ineinander fließen.

Beide Künstler verbinden die Strenge der konkreten Bildsetzung mit Aspekten der Vermittlung des Wahrnehmens der Wahrnehmung, stellen in dieser Hinsicht aktuelle Bezüge her zu sowohl minimalen und konzeptuellen Ansätzen der 60 Jahre als auch zu konkreten Positionen der ersten und zweiten Moderne.

Douglas Allsop (* 1943), ist seit vielen Jahre der Direktor der Byam School of Art und Dozent am Royal College of Art (London), war in den vergangenen 30 Jahren weltweit in wichtigen Ausstellungen (Museum Mondriaan Huus, Amersfoort (NL), Museum für Kommunikation Frankfurt/M., Musée de Cambrai (F), Villa Zander, Berg. Gladbach, Stiftung für Konkrete Kunst Reutlingen) vertreten. Seine Werke befinden sich in namhaften Sammlungen im In- und Ausland.

1994 zeigte die Gesellschaft für Kunst und Gestaltung Bonn Allsops Werk bereits in einer Einzelausstellung.

Allsops Werk oszilliert zwischen einer minimalen Position und dem Konzeptuellen Ansatz in Ausrichtung auf wahrnehmungsphysiologische Aspekte. Seine stets hochglänzenden, meist schwarzen Plexiglasflächen zeigen mittels Lasertechnologie eingebrachte Einschnitte in rhythmischer Folge, Zahlenfolgen und Proportionen thematisierend. Sich über die Spiegelung der schwarzen glänzenden Fläche dem Raum öffnend, verschließen sich die Flächen zugleich wieder, bleiben in sich hermetisch abweisend, ruhen in sich.

Christoph Dahlhausen (* 1960) ist in Bonn spätestens seit seiner Ausstellung im Kunstmuseum im Rahmen des Bonner Kunstpreises 2003 bekannt. Im vergangenen Winter kuratierte der Künstler für die gkg die international beachtete Ausstellung über zeitgenössische ungegenständliche australische Kunst (Australia – Contemporary Non-Objective Art).

Auch Dahlhausens Werke finden sich in wichtigen öffentlichen nationalen und internationalen Sammlungen. Wichtige Ausstellungen in den letzten Jahren waren: 66/03, Museum Weserburg, Bremen; Konkrete Fotografie, Museum Kulturspeicher Würzburg; Painting by Light, Museum am Ostwall, Dortmund; Broken Glass, Glaspaleis Heerlen; Licht-Glas-Transparenz, Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück; composite realities, Centre for Contemporary Photography, Melbourne (AUS).

Dahlhausens Glasarbeiten strahlen Klarheit und Ernsthaftigkeit aus. Die in den Arbeiten oft hergestellten Raumbezüge und seine ortbezogenen Installationen erweitern den Bildbegriff und weisen über das auf sich selbst bezogene Werk in den Kontext von Umraum und Architektur hinaus.