Es werden Arbeiten von acht Künstlern präsentiert, die sich in ihrem Werk intensiv mit der Darstellung, Wahrnehmung und Erfahrung von Raum beschäftigen. Die Gemeinsamkeit der künstlerischen Beiträge besteht dabei nicht in einem bildnerischen Thema oder in der Verwendung derselben künstlerischen Techniken, sondern in der Herausarbeitung eines konkreten Wirklichkeitsbezuges. Bei den Exponaten handelt es sich um Textarbeiten, Handzeichnungen, eine Raumzeichnung, Malerei, Relief, Plastik, Video und eine Rauminstallation. Auf sehr unterschiedliche Weise werden eine objektivierende Wirklichkeitserfassung und eine subjektive Vergegenwärtigung von Welt gegeneinander ausgespielt. Man könnte von einer Entdeckung des Wirklichen sprechen. Getragen von der Faszination an dem Erscheinen der Dinge und den historischen wie zeitgenössischen Möglichkeiten der Welterzeugung, begleitet von dem medienkritischen Bewusstsein unserer Zeit.
Laut ihrer Satzung, hat die GKG zum Ziel, Kunst und Gestaltung „unter besonderer Berücksichtigung konstruktiv/konkreter und rationaler Aspekte“ zu fördern. Auf diesem Hintergrund ist die Ausstellung Raum sichten gewissermaßen ein Gastspiel „gegenständlicher“ Kunst. Doch die Ausstellung macht deutlich, dass der Wirklichkeitsgrad der Darstellung nicht viel über die Wirklichkeitsnähe der Kunst aussagt. Sowohl gegenständliche wie ungegenständliche Kunstformen profitieren davon, wenn Künstler den Wirklichkeitsbezug von Kunst neu zu begründen versuchen. Mit der Ausstellung Raum sichten soll damit auch ein Dialog über die Grenzen bildnerischer Spezialisierungen hinweg eröffnet werden.
Idee und Konzept: Norvin Leineweber
Beteiligte Künstler:
Caroline Bayer,
hat für die GKG eine großzügige Raumzeichnung entwickelt.
Karoline Bröckel,
ist mit Zeichnungen aus der Serie Ballverlauf (FC Bayern-Eintracht Frankfurt) vertreten.
Norbert Frensch,
zeigt Ölbilder aus seiner „Schwarzen Serie“.
Edgar Guzmanruiz,
hat für die Ausstellung ein Schattenobjekt gefertigt.
Bernd Halbherr,
ist mit einer Installation seiner 360°-Fotokugeln vertreten.
Andreas Lorenschat,
zeigt seine Videoarbeit „The Search“ sowie Textarbeiten.
Gabor Ösz,
präsentiert seine Kamera Obscura Arbeit Nr.12 aus seiner Serie „Liquid Horizon“.
Simon Schubert,
ist mit vier Papierarbeiten vertreten.