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1/1 ...... 1/100 - Editionen aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz

Auflagenarbeiten – Druckgrafik ebenso wie plastische Arbeiten – sind seit den 1960er Jahren ein wesentlicher Bestandteil künstlerischer Produktion. Ihr meist kleines Format und ein in der Regel moderater Preis ermöglichen es jedem Kunstliebhaber fast unabhängig von seinem Einkommen und der Größe seiner Wohnung zum Sammler zu werden, während sie dem Künstler dank ihrer unpathetischen Beiläufigkeit einen größeren Spielraum zugestehen - für Wagnisse und Experimente, für Witz, Ironie oder auch Parodie. Die reflektierte Beschränkung auf ein kleineres Format bringt zudem nicht selten eine umso größere Konzentration mit sich.
Dass Editionen und Multiples hinsichtlich der Vielfalt, Originalität und Qualität den Unikaten in nichts nachstehen, stellt diese Ausstellung beispielhaft mit vier Editeuren unter Beweis, die alle mit internationaler Ausrichtung und hohem persönlichen Engagement arbeiten:

Die Edition Hoffmann, 1967 von Adelheid Hoffmann und Slu Sallek in Frankfurt gegründet und seit 1974 in Friedberg ansässig, hat bis heute mit rund 200 internationalen Künstlern zusammen Mappenwerke und Einzelgrafiken, Reliefs und Objekte, Bücher, Paravents, Schallplatten u.ä. realisiert.
Gezeigt werden Mappenwerke von Henryk Stazewski und Anton Stankowski, Einzelgrafiken von Walter Dexel, Andreas Brand, Attila Kovacs, Julije Knifer sowie plastische Arbeiten von Gianni Colombo, Lars Englund, Hermann Glöckner, Gisela Hoffmann, Jan van Munster, Sigurd Rompza, Martin Schwarz, Henryk Stazewski, Yoko Terauchi und Hermann de Vries.

Die Vorgeschichte der Züricher Edition MultipleART geht in die späten 70er Jahre zurück. Von Anfang an dabei war der Schweizer Künstler und Sammler müller-emil, der das Unternehmen seit 2000 zusammen mit seiner Frau Lieselotte betreibt. Das Programm ist geprägt von einer offenen und undogmatischen Bezugnahme auf das Konkret-Konstruktive, auf Minimal Art und radikale Farbmalerei.
Gezeigt werden Multiples von Hellmut Bruch, Mayo Bucher, Alan Ebnother, Gottfried Honegger, Stefan Kauffungen, Jean Mauboulès, müller-emil, Olivier Mosset, Michael Post, Nelly Rodin, Jochen Röder, Heiner Thiel und Beat Zoderer.

Die galerie + edition konkret martin wörn in Sulzburg / Breisgau besteht seit 2000. Neben einigen plastischen Arbeiten in überwiegend kleiner Auflage konzentriert sich der Künstler Martin Wörn auf kleinformatige Serigrafien mit Auflagen von max. 60 Blättern.
Gezeigt werden Seriegrafien von Charles Bézie, John Carter, Carlos Cruz-Diez, Gilbert Decock, Jo Kuhn, Keummi Paik, Claude Pasquer, Henri Prosi, Peter Staechelin, Marie-Thérèse Vacossin, Gido Wiederkehr, Shizuko Yoshikawa und Piet van Zon sowie plastische Arbeiten von Gerhard Frömel, Jo Niemeyer, Jean-Pierre Viot und Martin Wörn.

Noch recht jung ist das vor zwei Jahren in Leiden / NL ins Leben gerufene IS-Project der beiden holländischen Künstler Guido Winkler und Iemke van Dijk. 'IS' steht für "intimate space, internet space, international space, international style...." Bisher wurden drei 'IS-boxes' mit Druckgrafiken und Multiples überwiegend jüngerer, ungegenständlich arbeitender Künstler realisiert.
Gezeigt werden Arbeiten von Sanne Bruggink, Matthew Deleget, Caroline de Lannoy, Eric de Nie, John de Rijke, Brent Hallard, Tony Harding, José Heerkens, Gilbert Hsiao, Vincent Icke, Gracia Khouw, Giles Ryder, John Tallman, Iemke van Dijk, Richard van der Aa, Jasper van der Graaf, Henriette van't Hoog, Jan Marten Voskuil und Guido Winkler.

Edition Hoffmann

Edition MultipleART (CH)

IS Project (NL): The speed of colour-Box

edition konkret martin wörn