Rainer Splitt und Dittmar Krüger

Die Ausstellung zeigt eine konzentrierte Auswahl von Werken zweier Künstler, die Farbe als ein zwischen Fläche, Körper und Raum agierendes Subjekt verstehen und behandeln, dabei jedoch entsprechend ihrer Vorgehensweise zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen gelangen.

Gleichermaßen als Bild wie als Plastik oder Objekt zu erleben, bleibt der Entstehungsprozess der Werke bzw. das Verfahren ihrer Anfertigung jeweils ablesbar:

Als erstarrte Bewegung bei Rainer Splitts in Farbe 'getauchten Tafeln', der 'Gussbox' und ganz besonders bei seinem jeweils ortspezifisch angefertigten 'Farbguss', der hier aus 135 kg schwarzroter, auf dem Boden ausgeschütteter, Farbe besteht;

Als "retinale Vibration" in Dittmar Krügers Kästen in variierender Größe, die aufgrund der unterschiedlich transparenten Filter aus Acrylglas durch den spezifischen Lichteinfall hervorgerufen wird.

So gegensätzlich die Werke der beiden Künstler erscheinen, sind sie wiederum in sich geprägt von ähnlichen Polaritäten und Widersprüchen wie Bild und Plastik, Sinnlichkeit und Spiritualität, Kalkül und Zufall, Nähe und Distanz.

Von der ebenso sparsam wie präzise gesetzten Konfrontation herausgefordert, entfaltet jede einzelne Arbeit, um sich vor Ort zu behaupten, eine subtile Intensität, die über den Raum auf die Wahrnehmung einwirkt, bis der Blick auf die Werke ein anderer geworden ist als zu Beginn.

Biografische Angaben:

Rainer Splitt (*1963, Celle)
1984 – 90 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig; 1990 Meisterschüler von Christiane Möbus; 1990-91 Aufbaustudium an der School of Visual Arts, New York; mehrere Preise und Stipendien, u.a. 1997 Villa Massimo, Rom-Preis; seit 1990 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen

Dittmar Krüger (*1958, Stockholm)
1980-88 Studium an der Hochschule der Künste in Berlin; 1988 Meisterschüler von Johannes Geccelli; seit 1994 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen

Beide Künstler leben und arbeiten in Berlin

zu den Ausstellungsansichten


(C) 2008 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken