wir über uns

Die ‚Gesellschaft für Kunst und Gestaltung‘ (gkg) wurde im Dezember 1982 als gemeinnütziger Verein gegründet mit dem Ziel, auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene Aktivitäten zur Thematik ‚Kunst und Gestaltung‘ unter besonderer Berücksichtigung konstruktiv-konkreter, rationaler Aspekte zu entwickeln, durchzuführen und zu fördern. Seit Anfang 1987 am Hochstadenring / August Macke-Platz zwischen Bonner Kunstverein und Künstlerforum lokalisiert, stehen der gkg mit Unterstützung der Stadt Bonn hierfür zwei Ausstellungsräume mit insgesamt ca. 170 (120 + 50) Quadratmetern, eine stetig wachsende Fachbibliothek, ein engagierter Vorstand und ein ambitioniertes Team an Mitarbeitern zur Verfügung. Der gkg ideell angegliedert ist eines der umfangreichsten Privatarchive zur konkret-konstruktiven Kunst in Deutschland, das von ihrem Initiator und Gründungsmitglied, Horst Pitzen, kontinuierlich betreut und aktualisiert wird.

Das Wissen um das im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts von Künstlern des russischen und holländischen Konstruktivismus bis hin zu Werkbund und Bauhaus geschaffene Fundament für ungegenständliche, abstrakte, konkrete, konstruktive Kunst und Gestaltung bildete den Nährboden, die von den Zürcher Konkreten maßgeblich beeinflusste Kunst der 50er und 60er Jahre die Ausgangsbasis für die Aktivitäten der gkg. Entsprechend galt das Hauptaugenmerk einer Kunst, die sich im Umgang mit Farbe, Linie, geometrischer Form, Oberfläche, Licht, Bewegung und Raum an rationalen bzw. wissenschaftlichen Methoden orientiert, die Gestaltung als weitgehend objektivierten Akt der Form-Organisation begreift, und die ihr Reflektieren über Sehen und Denken strukturell, systematisch, seriell und im Spiel mit Variablen sinnlich erfahrbar zu machen sucht.

Weitgehend resistent gegenüber kurzlebigen Moden, ist die konkret-konstruktive Kunst nur scheinbar zeitlos. Mit ihrer zentralen Fragestellung nach der visuellen Logik und der Verlässlichkeit eines Konzepts leistet sie wesentliche Beiträge zur Kultur des Sehens, die untrennbar verbunden ist mit einer sich rasant wandelnden Wahrnehmung von Bildern. So bedient sich eine neue, längst international etablierte Generation von Künstlern gleichfalls einer abstrakten, geometrisch konstruierenden Formensprache, stellt diese aber in neue Zusammenhänge, indem sie Elemente aus verschiedenen Medien einbezieht oder umdeutet. Das zugrunde liegende formale System wird dabei weniger zur Offenlegung und Rationalisierung bildnerischen Denkens eingesetzt als vielmehr dazu, Ordnungsstrukturen zu hinterfragen, zu unterlaufen oder aufzubrechen.

Das Potential und die Aktualität dieser Kunst, – ob sie nun als ungegenständlich oder abstrakt, geometrisch, mathematisch oder rational, reduktiv, minimalistisch oder konzeptuell, konkret oder konstruktiv bezeichnet wird – und die ihr zugrundeliegenden Prinzipien der Gestaltung des (Außen-)Raumes, gilt es zu verfolgen, zu thematisieren, kritisch zu begleiten und zu fördern, insbesondere

mit ca. 5 – 6 Ausstellungen im Jahr, die – mal facettenreich, mal exemplarisch, als Dialog oder Kontraposition, konzipiert – ein Thema bzw. eine Fragestellung behandeln, wobei neben regionalen und nationalen verstärkt internationale und neben aktuellen älteren verstärkt jüngere Positionen gattungsübergreifend – von der Zeichnung, Druckgraphik und Fotografie über die Malerei, Skulptur, Plastik und Objektkunst bis hin zur Architektur und der Arbeit mit neuen Medien – berücksichtigt werden;

mit der Fortsetzung eingeführter Ausstellungsreihen wie zur digitalen Kunst, zu Architektur und Außenraumgestaltung, und der Einführung neuer wie die zu einem bestimmten Themenkomplex (z. B. zum Ornament) und die Vorstellung von Privatsammlungen konkret-konstruktiver Kunst;

mit begleitenden Vorträgen, Diskussionen und gegebenenfalls Publikationen

durch eine gezielte Vernetzung und Zusammenarbeit mit Institutionen, die ähnliche Interessen verfolgen

Dafür setzen sich ein

im Vorstand:
Prof. Willem-Jan Beeren, Architekt und Künstler
Prof. Andreas Denk, Architekturtheoretiker
Dorothea Löchte M.A., Architektin

als Beirat:
Dr. Susannah Cremer-Bermbach, Kunsthistorikerin
Michael Denhoff, Komponist
Kay von Keitz, Kurator und Autor

Weitere Mitarbeiter:
Dirk Ufermann, Ausstellungsorganisation
Dorothea Rutzen